GX-HS Hutschienen-Gaswarngerät detektiert LNG, CO, CO₂ früh, schaltet Relais & warnt akustisch/optisch.
108,40 €
Der Schabus GX-HS: das Gas Steuergerät für die Hutschiene, passend zu verschiedenen Gas-Sensoren, mit doppeltem Alarm und zwei potentialfreien Relais
Der Schabus GX-HS ist eine professionelle Gaswarnzentrale zur Überwachung verschiedenster Gase in technischen Anlagen. Er wird auf eine 35-mm-DIN-Schiene (Hutschiene) in Verteilungen oder Schaltschränken montiert und dient als Auswerteeinheit für einen externen Gas-Sensor. Je nach angeschlossenem Sensor detektiert und steuert er LNG, Stadt-, Erd- und Flüssiggase (Methan, Butan, Propan), Ethanol, fluorierte Kältemittel sowie Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO₂).
Der GX-HS warnt bereits bei einer Gaskonzentration, die weit unter dem lebensbedrohlichen Wert liegt, und ist dafür bewusst sehr empfindlich eingestellt. Im Alarmfall meldet er sich optisch über eine LED und akustisch über den eingebauten Piezo-Summer, schaltet das Alarmrelais und kann so zum Beispiel ein Magnetabsperrventil in der Gaszuleitung verriegeln. Ein zweites Relais meldet Störungen, zum Beispiel an die Gebäudeleittechnik.
Wichtiger Hinweis: Montage und Anschluss müssen durch eine qualifizierte Fachkraft erfolgen, bitte beachten Sie die fünf Sicherheitsregeln. Der GX-HS ist ein Warngerät und kein Messgerät. Ohne weitere redundante Sensorik ist er kein Sicherheitselement. Er darf nicht in explosionsgefährdeten Räumen eingesetzt werden.
Gut zu wissen: Das Steuergerät wertet nur aus, was der angeschlossene Sensor erkennt. Zu jedem Gastyp muss deshalb ein passender Sensor verwendet werden, er ist nicht im Lieferumfang enthalten. Auslösung und Mindestkonzentration finden Sie in der Betriebsanleitung des jeweiligen Sensors.
Gas erkennen, melden und automatisch reagieren
Für verschiedene Gase
Je nach angeschlossenem Sensor überwacht der GX-HS Erdgas, Flüssiggas, Kältemittel, Wasserstoff, CO oder CO₂.
Doppelter Alarm
LED-Anzeige und eingebauter Piezo-Summer melden den Alarm gleichzeitig optisch und akustisch.
Zwei potentialfreie Wechselrelais
Ein Relais für den Alarm, ein Relais für Störungen, zum Beispiel Kabelbruch am Sensor.
Gaszufuhr verriegeln
Das Alarmrelais kann ein Magnetabsperrventil schalten, damit bei einem Leck kein weiteres Gas austritt.
Anbindung an die Gebäudeleittechnik
Mit dem Störungsrelais kann ein Schalteingang der Gebäudeleittechnik bedient werden, auch der Anschluss an ein BUS-System (EIB) ist möglich.
Zusatzgeräte anschließen
Der Alarmausgang versorgt zum Beispiel einen externen Piezo-Schallgeber, eine LED oder ein weiteres Relais, etwa für eine Warnhupe.
Alarmspeicher
Optional hält der Alarmspeicher einen Alarm fest, auch wenn das Gas sich schon wieder verflüchtigt hat.
Externe Quittierung
Ein Taster in der Schaltschranktür oder ein Kontakt eines GSM-Wahlgerätes setzt den Melder zurück.
Netz und Akku-Backup
Betrieb am Netz oder an Gleichspannung, auch kombiniert, bei Netzausfall unterbrechungsfrei aus der Batterie.
Kompakter Hutschienenbau
DIN-Schienen-Gehäuse für Verteilungen und Schaltschränke, alle Anschlüsse als Schraubklemmen.
Das ist im Karton enthalten
Der GX-HS hat keine Optionen und keine Zusatzvarianten. Der Sensor ist nicht enthalten und wird separat bestellt.
- Gas Steuergerät GX-HS für DIN-Schiene
- Anschlussklemmen (Schraubklemmen am Gerät)
- Betriebsanleitung
Wie der GX-HS aufgebaut ist
Der GX-HS besteht aus dem Hutschienengehäuse mit zwei Klemmenreihen und einer Frontplatte mit Anzeigen und Tasten. Die Klemmen sind von 1 bis 24 durchnummeriert. Alle Anschlüsse sind Schraubklemmen: Schraube öffnen, Draht oder Litze einführen, Schraube wieder schließen. Schraubklemmen dienen nicht als Zugentlastung.
Frontplatte mit LEDs und Tasten
Die rote Sensor-LED zeigt den Alarm (Dauerlicht) oder eine Störung (Blinken). Die grüne Power-LED leuchtet im Betrieb und blinkt während der Vorheizzeit. Mit der Taste TEST lösen Sie zur Prüfung einen Alarm aus, mit der Taste RESET quittieren Sie den Alarm und schalten den Alarmton aus.
Betriebsspannung (Klemmen 1, 2, 3)
Hier schließen Sie bei Netzbetrieb L, N und PE an. Das Gerät ist nach 8 bis 10 Minuten betriebsbereit.
Gleichspannung für Akku oder Batterie (Klemmen 13, 14)
Alternativ oder zusätzlich zum Netz kann das Gerät aus einem Akku, einer Batterie oder einem batteriegestützten Bordnetz versorgt werden. Eine 12-Volt-Backup-Versorgung kann gleichzeitig mit der Netzspannung anliegen, bei Netzausfall wird die Energie automatisch und unterbrechungsfrei aus der Batterie entnommen. Eine gleichzeitig angelegte 24-Volt-Batteriespannung hat Vorrang vor der Netzspannung.
Störungsrelais 1 (Klemmen 4, 5, 6)
Potentialfreier Wechsler mit den Anschlüssen co, no und nc. Im Normalbetrieb ist das Relais angezogen, bei einer Störung, zum Beispiel einem Kabelbruch am Sensor, fällt es ab. Damit lässt sich ein Schalteingang der Gebäudeleittechnik bedienen.
Alarmrelais 2 (Klemmen 7, 8, 9)
Potentialfreier Wechsler mit den Anschlüssen co, no und nc. Es schaltet bei Grenzwertüberschreitung, also im Alarmfall. Daran schließen Sie Zubehör wie ein Magnetabsperrventil oder eine Warnhupe an. Die zulässige Schaltleistung des Relais darf dabei nicht überschritten werden.
Externe Quittierung (Klemmen 10, 11)
Ein potentialfreier Schließerkontakt mit Moment-Funktion übernimmt die Funktion der RESET-Taste. So können Sie einen Taster in die Schaltschranktür einbauen oder den Melder per SMS mit einem Kontakt des GSM-Wahlgerätes GD-04K (Art.-Nr. 200279) zurücksetzen. Mehrere Taster oder Kontakte lassen sich parallel anschließen, die RESET-Taste am Gerät funktioniert weiterhin.
Alarmausgang (Klemmen 11, 12)
An Klemme 11 liegt immer eine Gleichspannung an, der Minuspol an Klemme 12 wird im Alarmfall über einen Transistor („open collector“) geschaltet. Es können LEDs, Piezo-Töner oder ein weiteres Relais angeschlossen werden, auch parallel, solange die zulässige Belastung des Ausgangs nicht überschritten wird. Werden die Klemmen 11 und 12 einfach mit einem Draht gebrückt, ist der interne Piezo dauerhaft stumm geschaltet.
Alarmspeicher (Klemmen 17, 18)
Mit einer Drahtbrücke zwischen den Klemmen 17 und 18 schalten Sie den Alarmspeicher für das Alarmrelais ein. Er hält einen Alarm fest, auch wenn das Ereignis wieder zurückgegangen ist: Das Relais bleibt angezogen, die Sensor-LED leuchtet weiter, der Alarmausgang bleibt aktiv. Erst ein Druck auf RESET oder das Schließen des Quittierkontakts setzt zurück.
Sensoranschluss (Klemmen 21 bis 24)
Hier wird der Gas-Sensor angeschlossen: Klemme 21 und 22 liefern die Sensorversorgung, Klemme 23 ist das Sensorsignal, Klemme 24 ist Masse. Die genaue Belegung entnehmen Sie bitte der Betriebsanleitung des Sensors, den Sie verwenden. An einem GX-HS kann grundsätzlich nur ein GX-Sensor betrieben werden.
Freie Klemmen (15, 16 und 19, 20)
Diese Klemmen sind nicht belegt.
Der passende Sensor je nach Gasart
Der GX-HS wird mit unterschiedlichen externen Sensoren kombiniert. Auslöseschwellen finden Sie in der jeweiligen Sensor-Betriebsanleitung. Eine Liste mit passenden Sensoren gibt es auf der Herstellerseite oder vom technischen Support.
GX-LNG, Art.-Nr. 300897
Stadt- und Erdgas, Methan, Butan, Propan, LNG-Flüssiggas, Campinggas. Einsatz zum Beispiel an Gastherme und Gasherd.
GX-CFC, Art.-Nr. 200901
Chlorfluorocarbons (Kältemittel). Einsatz in Klimaanlagen, Kühlhäusern und Wärmepumpen.
GX-H2, Art.-Nr. 200616
Wasserstoff (H₂). Einsatz zum Beispiel in Klimaanlagen und Wärmepumpen.
GX-CO2-30, Art.-Nr. 300315
Kohlendioxid in technischen Anlagen: Schankanlagen, Brauereien, Wassersprudler, Kühlräume, Trockeneislager.
GX-CO2-25, Art.-Nr. 200989
Kohlendioxid in der Raumluft: Innenräume, Werkstatt, Großraumbüro, Wartezimmer, Veranstaltungsräume, Klassenzimmer, Turnhalle.
Richtig montieren und anschließen
Gerät und Sensor dürfen nur in trockenen Innenräumen installiert werden und müssen je nach Gastyp richtig platziert sein, damit eine einwandfreie Funktion gewährleistet ist.
Montieren
- Fachkraft beauftragen: Die Montage muss durch eine qualifizierte Fachkraft erfolgen. Bitte beachten Sie die fünf Sicherheitsregeln.
- Gerät auf die Hutschiene setzen: Der GX-HS wird in Verteilungen und Schaltschränken auf eine Standard-35-mm-DIN-Schiene eingebaut.
- Sensor platzieren: Für jeden Sensortyp ist eine vorgeschriebene Montagehöhe notwendig, da Gase unterschiedliche Eigenschaften haben und sich entsprechend im Raum verteilen. Leichte Gase wie Methan und Wasserstoff werden im Deckenbereich erfasst, schwere Gase wie Propan, Butan und CO₂ in Bodennähe.
- Betriebsanleitung des Sensors lesen: Montagehöhe und Montageweise entnehmen Sie unbedingt der Gebrauchsanleitung des Sensors. Bei Kabelverlängerungen ist die Betriebsanleitung des Sensors zwingend zu beachten.
Anschließen
- Betriebsspannung: Netz an die Klemmen 1, 2 und 3 oder Akku, Batterie beziehungsweise Bordnetz an die Klemmen 13 und 14, auch beides gemeinsam möglich
- Sensor: An die Klemmen 21 bis 24, Belegung laut Betriebsanleitung des Sensors
- Zubehörgeräte: An die potentialfreien Relais, die zulässige Schaltleistung darf nicht überschritten werden
- Alarmspeicher: Drahtbrücke zwischen den Klemmen 17 und 18 einsetzen, wenn der Alarm festgehalten werden soll
- Interner Piezo: Soll er stumm bleiben, die Klemmen 11 und 12 mit einem Draht brücken
- Externe Quittierung: Schließer mit Moment-Funktion an die Klemmen 10 und 11
Was Anzeigen und Relais im Betrieb bedeuten
Überwachungsmodus
Das Störungsrelais ist angezogen, die Sensor-LED ist aus, die Power-LED leuchtet grün und der Summer ist stumm.
Alarm
Das Alarmrelais schaltet, die Sensor-LED leuchtet rot und der interne Piezo piept dauerhaft. Mit Alarmspeicher ist ein manueller RESET erforderlich.
Störung oder Sensorfehler
Das Störungsrelais fällt ab, die Sensor-LED blinkt rot und der Piezo-Alarm piept.
Vorheizzeit
Die Power-LED blinkt grün. Ist noch kein Sensor angeschlossen, blinken Power- und Sensor-LED gleichzeitig.
Starten, prüfen, reinigen
Inbetriebnahme
- Spannung anlegen: Beim Anlegen der Netzspannung blinkt die Power-LED grün.
- Aufheizzeit abwarten: Der Sensor benötigt maximal 5 Minuten zum Erreichen der Funktionsfähigkeit. Anschließend leuchtet nur noch die Power-LED grün und der GX-HS ist betriebsbereit. Auch nach einem Netzausfall startet die Aufheizzeit erneut.
- Alarm nach der Aufheizzeit? Nach langer Lagerung oder bei Feuchtigkeit kann unmittelbar nach der Aufheizzeit ein Alarm ausgelöst werden (Sensor-LED leuchtet rot). Trennen Sie das Gerät dann kurz vom Netz und starten Sie die Aufheizzeit erneut. Das muss eventuell bis zu dreimal wiederholt werden.
- Funktionsprüfung durchführen: Nach der Montage von GX-HS und Sensor ist eine Funktionsprüfung nötig. Die Prüfung des Sensors entnehmen Sie der Gebrauchsanleitung des Sensors.
Alarmverzögerung
Um unnötige Fehlalarme zu vermeiden, ist eine Alarmverzögerung von etwa 10 bis 30 Sekunden eingestellt. Erst wenn der Sensor eine erhöhte Gaskonzentration länger als 30 Sekunden erkennt, löst das Gerät den Alarm aus. Sobald das Gas sich verflüchtigt hat, schaltet das Gerät zurück in den Überwachungsmodus. Bei aktivem Alarmspeicher löschen Sie den Alarm mit der Taste RESET, erst dann geht das Gerät in den Überwachungsmodus. Solange eine erhöhte Gaskonzentration den Sensor stimuliert, kann der Alarm nicht mit RESET gelöscht werden. Ohne Alarmspeicher muss lediglich der interne Piezo-Alarm manuell mit RESET ausgeschaltet werden.
Regelmäßiger Test
- Alle 6 Monate testen: Zu Ihrer Sicherheit empfiehlt der Hersteller, die Funktion alle 6 Monate zu prüfen.
- TEST-Taste drücken: Das löst einen Alarm aus. Er bleibt bestehen, solange Sie die Taste gedrückt halten, mit Alarmspeicher bis zum Druck auf RESET.
- Ergebnis prüfen: Der Test prüft nur das Warngerät, also LEDs, beide Relais und den Summer-Ausgang. Er ersetzt nicht den Sensortest.
- Sensor tauschen: Für eine stets einwandfreie Funktion sollte der Sensor nach ca. 5 Jahren ausgetauscht werden.
Reinigen und Pflegen
- Vermeiden Sie Nässe (Spritz- oder Regenwasser), Staub und unmittelbare Sonnenbestrahlung
- Reinigen Sie das Gerät nur mit einem trockenen Leinentuch, bei starker Verschmutzung darf es leicht angefeuchtet sein
- Verwenden Sie keine lösemittelhaltigen Reinigungsmittel
- Führen Sie Wartungen am Sensor im Intervall der Sensor-Betriebsanleitung durch
Verhalten bei Alarm
Wie Sie bei einem Alarm oder bei Gasgeruch reagieren müssen, hängt von Art und Verhalten des Gases ab. Entnehmen Sie das der Gebrauchsanleitung des Sensors, den Sie verwenden.
Fehlalarm
Die empfindlichen GX-Sensoren sprechen teilweise auch auf andere gasförmige Medien an. Aerosole (Treibgas in Haar- oder Desinfektionssprays), starker Tabakqualm und Kochdämpfe können Fehlalarme auslösen. Bewahren Sie Ruhe, es besteht kein Grund zu unüberlegter Reaktion.
Was der GX-HS nicht ist
- Er ist ein Warngerät und kein Messgerät. Ohne weitere redundante Sensorik besteht kein Sicherheitselement
- Er darf nicht in explosionsgefährdeten Räumen eingesetzt werden
- Er ist nur für trockene Innenräume vorgesehen, Gerät und Sensor gehören nicht an Orte mit Nässe
- Er arbeitet nur mit einem passenden Sensor, ohne Sensor erkennt er kein Gas
- An einem GX-HS kann grundsätzlich nur ein GX-Sensor betrieben werden, individuelle Sonderlösungen sind über den technischen Support möglich
- Der Selbsttest per TEST-Taste ersetzt nicht den Sensortest
- Für eine andere als die beschriebene Verwendung ist das Gerät nicht zugelassen
- Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die daraus entstehen, dass trotz erhöhter Gaskonzentration kein Alarmsignal abgegeben wird
Hinweise des Herstellers
- Lesen Sie die Betriebsanleitung vor Montage und erster Inbetriebnahme gründlich durch, befolgen Sie vor allem die Sicherheitshinweise und bewahren Sie sie zum Nachlesen auf
- Die Montage muss durch eine qualifizierte Fachkraft erfolgen, die fünf Sicherheitsregeln sind zu beachten
- Achten Sie unbedingt auf die vorgeschriebene Montagehöhe und -weise des Sensors laut dessen Gebrauchsanleitung
- Bei Kabelverlängerungen am Sensor ist die Betriebsanleitung des Sensors zwingend zu beachten
- Die Normen, nach denen das Produkt beurteilt wurde, sehen den Einsatz in Wohnbereich, Geschäfts- und Gewerbebereich sowie in Kleinbetrieben vor, jeweils an das öffentliche Niederspannungsnetz angeschlossen und in trockenen Innenräumen
- Verpackungsmaterial ist kein Kinderspielzeug und gehört nicht in Kinderhände
- Führen Sie nach Montage und Anschluss immer die Funktionsprüfung durch und wiederholen Sie den Test alle 6 Monate
- Die Konformitätserklärung steht auf der Herstellerseite zum Download bereit
Gewährleistung, Garantie, Rücksendung und Entsorgung
Auf den GX-HS gilt die gesetzliche Gewährleistung von mindestens 2 Jahren in der EU auf Material- und Qualitätsmängel. Zusätzlich bietet der Hersteller Elektrotechnik Schabus eine 5-Jahres-Garantie an, die online registriert werden kann. Reparatur und Ersatzteile gibt es direkt vom Hersteller, auch über die gesetzliche Gewährleistung hinaus. Voraussetzung ist, dass das Gerät gemäß der Gebrauchsanleitung benutzt wurde. Für Schäden durch Unfall, Missbrauch, Abänderung oder Nachlässigkeit wird nicht gehaftet.
Der GX-HS gehört nicht in den Hausmüll. Das durchgestrichene Papierkorbsymbol auf dem Produkt erinnert Sie an die Nutzung der Rücknahmesysteme, mit denen die Materialien nach Ablauf der Lebensdauer umweltfreundlich wiederverwendet werden können (WEEE-Reg.-Nr. DE91394868). Weitere Informationen erhalten Sie bei der Abfallberatungsstelle Ihrer Stadt oder beim Hersteller.
Warum sich der GX-HS eignet
Ein Steuergerät, viele Gase
Mit dem passenden Sensor für Erdgas, Flüssiggas, Kältemittel, Wasserstoff, CO oder CO₂.
Früh warnen
Alarm schon bei Gaskonzentrationen weit unter dem lebensbedrohlichen Wert, als präventives Sicherheitswarnsystem.
Automatisch reagieren
Potentialfreie Relais verriegeln die Gaszufuhr oder informieren die Gebäudeleittechnik.
Doppelter Alarm
LED-Anzeige und Piezo-Summer, optional ein externer Summer.
Passt in den Schaltschrank
Kompaktes DIN-Schienen-Gehäuse mit Schraubklemmen.
Sicher auch bei Netzausfall
Akku-Backup versorgt das Gerät unterbrechungsfrei.
Vom Hersteller
Made in Germany, deutscher Hersteller seit 1992, persönliche Fachberatung ohne Call-Center, ISO 9001:2015 zertifiziert.
Service inklusive
5-Jahres-Garantie registrierbar, Reparatur und Ersatzteile direkt vom Hersteller.
Anwendungsbereiche
- Heizungsanlagen
- Technikräume
- Gewerbe und Industrie
- Schaltschränke mit Anbindung an die Gebäudeleittechnik
- Kühl- und Kälteanlagen
- Brauereien und Schankanlagen
- Wasserstoff-Anwendungen
- Wohngebäude und Wohnflächen wie Häuser, Wohnungen und Zimmer
- Verkaufsflächen wie Läden und Großmärkte
- Räume von Kleinbetrieben wie Werkstätten und Dienstleistungszentren
- Gastherme und Gasherd, zum Beispiel mit Magnetabsperrventil in der Gaszuleitung
- Alle trockenen Innenräume mit wohnraumähnlicher Nutzung
Der Schabus GX-HS: weil Gas unsichtbar ist.
Häufig gestellte Fragen
Wofür eignet sich der GX-HS?
Der GX-HS ist eine Gaswarnzentrale für die Hutschiene. Er wertet einen externen Gas-Sensor aus, warnt optisch und akustisch und schaltet zwei potentialfreie Relais, zum Beispiel für ein Magnetabsperrventil oder die Gebäudeleittechnik.
Welche Gase kann der GX-HS überwachen?
Das hängt vom angeschlossenen Sensor ab: LNG, Stadt-, Erd- und Flüssiggase (Methan, Butan, Propan), Ethanol, fluorierte Kältemittel, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid. Wasserstoff wird mit dem Sensor GX-H2 erkannt. Zu jedem Gastyp muss ein geeigneter Sensor verwendet werden.
Ist der Sensor im Lieferumfang enthalten?
Nein. Der Sensor ist separat erhältlich. Im Lieferumfang sind das Steuergerät, die Anschlussklemmen und die Betriebsanleitung. Eine Liste passender Sensoren finden Sie auf der Herstellerseite, auch der technische Support hilft Ihnen bei der Auswahl.
Wie viele Sensoren kann ich anschließen?
An einem GX-HS kann grundsätzlich nur ein GX-Sensor betrieben werden. Für individuelle Sonderlösungen wenden Sie sich an den technischen Support des Herstellers.
Kann der GX-HS die Gaszufuhr automatisch absperren?
Ja. Das potentialfreie Alarmrelais kann ein Magnetabsperrventil schalten und damit die Gaszuleitung verriegeln, sodass an einem Leck in der Gasleitung oder in der Gastherme kein weiteres Gas austritt. Die zulässige Schaltleistung des Relais darf dabei nicht überschritten werden.
Wofür ist das zweite Relais?
Relais 1 ist das Störungsrelais. Es ist im Normalbetrieb angezogen und fällt bei einer Störung ab, zum Beispiel bei Kabelbruch am Sensor. Damit lässt sich ein Schalteingang der Gebäudeleittechnik bedienen. Relais 2 ist das Alarmrelais.
Was passiert bei Netzausfall?
Eine Backup-Stromversorgung aus einem Akku oder einer Batterie kann gleichzeitig mit dem Netz anliegen, dann wird die Energie bei Netzausfall automatisch und unterbrechungsfrei aus der Batterie entnommen. Ohne Backup startet nach einem Netzausfall die Aufheizzeit des Sensors erneut.
Was bewirkt der Alarmspeicher?
Der Alarmspeicher hält einen Alarm fest, auch wenn das Ereignis wieder zurückgegangen ist. Das Alarmrelais bleibt angezogen, die Sensor-LED leuchtet weiter und der Alarmausgang bleibt aktiv, bis Sie RESET drücken oder den Quittierkontakt schließen. Eingeschaltet wird er mit einer Drahtbrücke zwischen den Klemmen 17 und 18.
Kann ich den Alarm extern quittieren?
Ja. Ein potentialfreier Schließerkontakt mit Moment-Funktion an den Klemmen 10 und 11 hat dieselbe Wirkung wie die RESET-Taste. Das kann ein Taster in der Schaltschranktür oder ein Kontakt des GSM-Wahlgerätes GD-04K (Art.-Nr. 200279) sein. Die RESET-Taste am Gerät bleibt immer aktiv.
Wie schalte ich den internen Summer stumm?
Brücken Sie die Klemmen 11 und 12 mit einem Draht, dann ist der interne Piezo dauerhaft deaktiviert. Alternativ schließen Sie an diese Klemmen einen externen Piezo-Schallgeber oder eine LED an.
Warum löst der Alarm nicht sofort aus?
Es ist eine Alarmverzögerung von etwa 10 bis 30 Sekunden eingestellt, um unnötige Fehlalarme zu vermeiden. Erst wenn der Sensor eine erhöhte Gaskonzentration länger als 30 Sekunden erkennt, schaltet das Gerät in den Alarm.
Warum gibt es Fehlalarme?
Die empfindlichen GX-Sensoren reagieren teilweise auch auf andere gasförmige Medien. Aerosole wie Haar- oder Desinfektionssprays, starker Tabakqualm und Kochdämpfe können Fehlalarme auslösen. Lüften Sie, bewahren Sie Ruhe und beachten Sie die Anleitung Ihres Sensors.
Wie oft soll ich den GX-HS testen?
Der Hersteller empfiehlt den Test alle 6 Monate. Drücken Sie dazu die Taste TEST, der Alarm bleibt, solange Sie sie gedrückt halten. Der Test prüft LEDs, beide Relais und den Summer-Ausgang, er ersetzt nicht den Sensortest. Den Sensor selbst sollten Sie nach ca. 5 Jahren austauschen.
Darf der GX-HS in explosionsgefährdeten Räumen eingesetzt werden?
Nein. Das Gerät darf nicht in explosionsgefährdeten Räumen eingesetzt werden. Es ist für trockene Innenräume vorgesehen.
Ist der GX-HS ein Messgerät?
Nein, er ist ein Warngerät. Ohne weitere redundante Sensorik besteht kein Sicherheitselement. Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die entstehen, weil trotz erhöhter Gaskonzentration kein Alarmsignal abgegeben wird.
Gibt es Optionen oder Zusatzvarianten?
Nein. Der GX-HS hat keine Optionen. Er wird immer mit Anschlussklemmen und Betriebsanleitung geliefert. Der passende Sensor wird separat bestellt.
Wie lange gilt die Garantie?
Es gilt die gesetzliche Gewährleistung von mindestens 2 Jahren in der EU. Zusätzlich bietet der Hersteller Schabus eine 5-Jahres-Garantie an, die online registriert werden kann.
Fragen zum Gas Steuergerät GX-HS?
Unser Support-Team in Deutschland berät Sie kostenlos zu Auswahl, Installation und Konfiguration.
Gas- und Umweltsensor-Steuereinheit
Die Steuereinheit dient der zuverlässigen Auswertung von angeschlossenen Gas- oder Umweltsensoren. Sie kann sowohl mit 12–24 V DC als auch mit 100–240 V AC betrieben werden und verfügt über potentialfreie Relaisausgänge zur Ansteuerung externer Geräte oder Alarmsysteme. Dank kompakter Bauweise eignet sich das Gerät ideal für den Einsatz in technischen Anlagen, Schaltschränken oder Überwachungssystemen.
Technische Daten
- Betriebsspannung: 12–24 V DC oder 100–240 V AC (±10 %) / 50–60 Hz
- Leistungsaufnahme: ca. 1 W (Standby)
- Relaiskontakt: 2 Wechsler (potentialfrei)
- Schaltleistung Relais: max. 5 A / 230 V
- Sensoranschluss: 1×5 V DC (max. 200 mA) / 1×24 V DC (max. 150 mA)
- Alarmausgang: 9–15 V / 30 mA
- Funktionsbereich: -10 °C bis +60 °C
- Schutzart: IP20 (für trockene Innenräume), optional IP54
- Außenmaße (H x B x T): 57 × 72 × 90 mm (4 TE)
Herstellerinformationen:
Elektrotechnik Schabus GmbH & Co. KG
Baierbacher Straße 150
83071 Stephanskirchen
Deutschland
Telefon: +49 80 36 / 674 979 – 0
Email: info@elektrotechnik-schabus.de
verantwortliche Person:
Didactum® Security GmbH
Im Mühlenfeld 4
48163 Münster
Deutschland
Telefon:
(+49) 250 19 71 63 54 / (+49) 171 33 11 577
Email: info@didactum-security.de